Vyšebrodský zpravodaj
Durch den Einfluß der Skartationsordnung des jetzigen Bezirksamtes in Èeský Krumlov ist es unmöglich genau zu bestimmen, wann man begann, den Vyšebrodský zpravodaj herauszugeben. Der Antrag auf seine Registrierung, das der damalige örtliche Nationalausschuß in Vyšší Brod an den damaligen Bezirksnationalausschuß in Èeský Krumlov wahrscheinlich abgeschickt hatte, blieben ähnlich wie der Beschluß bei diesem Amt nicht erhalten. So kann man nur hoffen, daß sie wenigstens in Abschrift im gegenwärtigen Archiv der Stadt
Vyšší Brod erhalten geblieben sind, das zur Zeit noch nicht geordnet wurde. Aufgrund des Registrierungszeichen, das dem neuen Anzeiger zugeteilt worden war, können wir aber mit Sicherheit feststellen, daß die Herausgabe des Anzeigers Vyšebrodský zpravodaj im Jahre 1986 bewilligt wurde. Aus dem selben Jahr, und zwar vom Mai, stammt auch das älteste bekannte Exemplar dieser Zeitung. Das es sich um die erste Ausgabe handelt, könnte auch von der Tatsache bezweifelt werden, daß man keine Information oder auch keine Andeutung in diesem erhaltenen Exemplar fand, die die Herausgabe einer neuen, nämlich dieser Zeitung ankünden würde, und es wurde auch nicht mit einer Nummer versehen , die es als die erste Ausgabe bezeichnen würde. Nach diesem Beginn, als die älteste bekannte Ausgabe in einer Auflage von 300 Stück erschien, die weiteren im Juli und August in einer Auflage von 500 Stück, beginnt seit Oktober 1986 der Vyšebrodský zpravodaj als Monatszeitung zu erscheinen , seit November schon in einer Auflage von 600 Stück. Diese Höhe der Auflage behielt sie mehr als ein Jahr bei. Gleichzeitig veränderte sich auch ihre graphische Gestaltung. Auf dem Blatt vom Format A3, das bei den ältesten zwei Nummern nur einmal gefaltet war, befand sich auf dem so entstandenen Doppelblatt im oberen Bereich ein einfaches Kopf mit dem Wappen der Stadt in einer barokisierenden Umrahmung , und es wird seit Oktober 1986 zweimal schräg zusammengefaltet. So entsteht ein schmales längliches Format, und die ganze erste Seite wird vom Titelblatt eingenommen . Dieses trägt außer der Aufschrift Vyšebrodský zpravodaj auch eine Abbildung des Klosters und eine aktuelle Datierung. In dieser Gestaltung konnte man diese Zeitung die ganzen fünf Jahre zu sehen bekommen, bis zu Ende des Jahres 1991.
Seit Anfang des Entstehens des Vyšebrodský zpravodaj im Jahre 1986 bis zum Ende des Jahres 19.. arbeitete als verantwortliche Redakteurin Frau Milena Svìtnièková und das Konzept des Blattes entsprach völlig den Anforderungen der Herausgeber - des örtlichen Ausschusses der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei und des örtlichen Nationalausschusses in Vyšší Brod. Der Großteil wurde den Feiern der damaligen bedeutenden politischen Jubiläen, Ereignissen und den Berichten über die Einhaltung des Programms einzelner Sektoren der nationalen Front gewidmet, wie z.B. Svazarm , der Frauenverband, der Seniorenklub, der Invalidenverband, das Feuerwehrkorps, der Kleintierzuchtverband, die Sporteinheit Dynamo und weitere. Außerdem konnten wir hier schon von Anfang an Hinweisungen auf bedeutende Jubiläen unserer Mitbürger und ein grosses Angebot an kulturellen und gesellschaftlichen Aktionen finden. Manche erhaltenen Nummern beinhalten auch Artikel über die rationelle Ernährung, Kochanweisungen und Kreuzworträtsel, die aber eher die etwas eintönigen und manchmal auch unverdaulichen politisch ausgerichteten Nachrichten in den bestimmten Umfang dieser Zeitung ergänzen. Interessant sind die im Laufe des Jahres 1987 veröffentlichten Berichte des örtlichen Nationalausschusses über seine Tätigkeit und seine Aufgaben (es sind gewisse Vorgänger der gegenwärtigen Nachrichten vom Stadtrat und der Vertretung). Im selben Jahr gab es verhältnismäßig oft Artikel über die Geschichte der Gemeinde und des Klosters, die von Herrn Miroslav Koèí verarbeitet wurden.
Nach Frau Svìtnièková übernahm im Dezember 1987 die Funktion des verantwortlichen Redakteurs Herr Bøetislav Wajtr, der damalige Sekretär des örtlichen Nationalausschusses, und schon im Januar 1988 gewann er für die Redaktion Herrn Èestmír Mlíkovský. Mit seinem Eintreffen begann sich der Vyšebrodský zpravodaj sichtlich zu verändern. Die Grundkonzeption blieb zwar fast unverändert, die Feiern der bedeutenden Jubiläen und die Kontrolle der Tätigkeit der nationalen Front gehörten weiterhin zum wichtigsten Inhalt, aber öfters fanden wir hier auch verschiedene Nachrichten über das tägliche Leben der Gemeinde. Diese befassten sich nicht nur mit dem Lob, sondern kritisierten auch verschiedene Unordnungen. Der Anzeiger umfaßte auch weiter Artikel über die Geschichte, die mit Hilfe der örtlichen Chronik die örtliche Chronikschreiberin Jitka Daòková vorbereitete. Der Text wurde von kleinen Bildern ergänzt, oftmals auch von Amateurmalerien, verschieden ausdrucksvoll gestalteten Überschriften und Einschriebsel. Manchmal ähnelte die Blattgestaltung einem Durcheinander, auf der anderen Seite aber gewann die Zeitung am perönlicheren, freundschaftlicheren Aussehen. Von seiner Popularität zeugt bestimmt auch die Erhöhung der Auflage im Mai 1988 auf 700 Stück, in der Geschichte war es bislang die größte Auflage.
Am Anfang des Jahres 1989 kam in den Redaktionsrat, der immer noch förmlich von Herrn Wajtr abgeschirmt wurde, Frau Marie Faldynová. Sie bearbeitete die März - Ausgbabe in Zusammenarbeit mit Herrn Mlíkovský, der somit seine Arbeit im Redaktionsrat beendete. Sein Abgang bedeutete ein Absinken was das graphische, aber auch das häusliche Aussehen des Blattes anbelangt. Auch wenn die Bemühungen offensichtlich waren, in der gegebenen Richtung weiterzumachen, und die kleinen Bilder sowie die Artikel der Autorin nicht verschwanden, verlor die Zeitung langsam an Aufmerksamkeit der Leser. Hinzu kam auch die brodelnde politische Situation im Staat, besonders zu Ende des Jahres 1989, die vom Fall des Kommunismus beendet wird. Das Kommen des neuen Jahres 1990 bedeutete für den Anzeiger außer der Veränderung des Herausgebers (nur der örtliche Nationalausschuß und später auch das Gemeindeamt Vyšší Brod) auch den Beginn einer ernsthafteren Krise. In der Zeit vom März bis September erschien der Anzeiger nicht, und später wurde er im verkleinerten Format verbreitet - nur als Blatt des Formats A4. Im Februar 1991 kam es zum ersten Mal dazu, daß er verkauft wurde, wenn auch nur zum Preis von 1 Kè. Das verursachte wahrscheinlich ein tiefes Sinken der Nachfrage , deswegen sank auch die Auflage von 700 auf 200 Stück, und vom April bis Dezember gab es eine weitere Pause in seiner Herausgabe.
Mit dem Januar 1992 kam es zur Erneuerung der Zeitung. Obwohl in der darauffolgenden Zeit der Redaktionsrat nicht erwähnt wurde , wurde mit seiner Leitung Frau Eva Cachová betreut, die Leiterin der zentralen Kultureinrichtung in Vyšší Brod. Diese wurde gemeinsam mit dem Gemeindeamt zum Herausgeber . Das Blatt wurde völlig umgestaltet, die erste grundsätzliche Veränderung war die Veränderung des Blattformats. Das Format A3 wird nur einmal schräg zusammengefaltet und im oberen Teil des vorderen Blattes wurde ein einfacher Kopf mit der Aufschrift Vyšebrodský informaèní zpravodaj (Vyšebroder Informationsberichterstatter), dem städtischen Wappen und weiteren Angaben plaziert. Den eigentlichen Inhalt haben Berichte von den Verhandlungen des Gemeinderates, verschiedene Mitteilungen an Bürger, Glückwünsche zu bedeutenden Lebensjubiläen, Artikel über die Geschichte gebildet. Der Berichterstatter wurde sehr einfach, aber sorgfältig und geordnet gestaltet, ganz im Einklang mit der Redewendung : "Im Einfachen steckt das Schöne". Im August 1992 veränderte sich abermals der Herausgeber, es blieb nur die zentrale Kultureinrichtung und gleichzeitig veränderte sich auch die verantwortliche Redakteurin, die Funktion übernahm Frau Zdeòka Veèerníková. Diese Veränderung bemerkte man auch am erheblichen Aufstieg des Anzeigers, der nach und nach als zusammengefaltetetes Format A3, um das weitere eingelegte Blatt vom Format A4, und um zwei gefaltete Blätter vom Format A3 erweitert wurde. Der Zeitungsinhalt wich ein wenig von den schroffen Informationen ab und versuchte leserlicher zu werden, was ihm auch im gewissen Maße gelang. Er wurde laufend in einer Auflage von 300 Stück herausgegeben und der Preis stieg allmählich auf 2,-Kè an, vereinzelt auch auf 3,-Kè. Zu Ende des Jahres 1992 und zu Beginn des Jahres 1993 arbeiteten mit der Zeitung die Herren Miroslav Raboch, Lubomír Brabec, Josef Honetschläger, Josef Podobský und Frau Jitka Daòková zusammen. Diese wurden im Mai und im Juni sogar als Mitglieder des Redaktionsrates angeführt. Die Vergrößerung des Rates brachte aber keine Verbesserung, sondern die Unstimmigkeiten führten zum Abgang einiger Mitglieder, inklusive Frau Veèerníková. Diese half dann bei der Mitgestaltung neuer Zeitung der örtlichen Organisation der Bürgerlich-demokratischen Partei , die "Vyšebrodsko" genannt wurde und somit entstand auch eine gewisse Konkurrenz für die örtliche Zeitung. Ihre Leitung des Anzeigers übernahm dann im Juli 1993 die neue Leiterin der zentralen kulturellen Einrichtung Frau Alena Stropková, die mit dem Redaktionsrat zusammenarbeitete, den die Mitglieder Frau Jitka Daòková und Herren Lubomír Brabec und Josef Honeschläger vertreten haben. Gleichzeitig wurde der erste,vorerst erfolglose Versuch gestartet, eine Vorlage für die Zeitung auf dem Computer vorzubereiten. Von diesem Versuch blieb der Zeitung für die folgenden Monate wenigstens der neue Kopf, der den dem vorherigen abgelöst hatte. Im Dezember 1993 wird der Redaktionsrat ofiziell um Herrn Jiøí Anderle erweitert, der schon seit Februar desselben Jahres mit seinen Artikeln, die vorallem auf Geschichte ausgerichtet waren, zur Gestaltung der Zeitung beitrug.
Das Jahr 1994 verlief hauptsächlich in dem schon angedeuteten Konkurrenzmilieu mit der Konkurrenz der Zeitung "Vyšebrodsko" , diese Umstände wurden zum Motor, der die Redaktion des Vyšebrodský zpravodaj zu höheren Leistungen bewegte. Den Hauptinhalt des Blattes bildeten vor allem die Reaktionen auf die Kritik der örtlichen Organisation der Bürgerlich-demokratischen Partei betreffend die Führung der Stadt, die in der Zeitung "Vyšebrodsko" veröffentlicht wurde. Es handelte sich dabei eher um die Präsentation der Meinungen und Ansichten der Opposition vor den Gemeindewahlen, die im November stattfinden sollten. Außerdem veröffentlichte der Anzeiger die verschiedendsten Berichte aus dem Stadtleben , regelmäßig auch der vollständige Wortlaut der einzelnen Beschlüsse von den Verhandlungen der Stadtvertretung, kulturelles Angebot, Glückwünsche zu bedeutenden Lebensjubiläen und weiteres. Die Zeitung wurde im Laufe des Jahres einige Male erweitert und gleichzeitig wird der Preis auf 5,-Kè erhöht. In den Frühjahrsmonaten rückte Herr Anderle in den Vordergrund, der seine Artikel unter der Abkürzung -aj- veröffentlichte. Der Vyšebroder Anzeiger erschien in dieser Zeit sogar alle vierzehn Tage (Januar, April) und seit April wurde der Kopf des Blatts abermals verändert. Die Unterbrechung der Herausgabe des Blatts "Vyšebrodsko" in den Sommermonaten verursachte teilweise seinen Untergang. Einige Mitglieder verließen den Redaktionsrat und so blieben zu Anfang des Jahres 1995 nur zwei Mitglieder (Frau Stropková, Herr Anderle) übrig. Die Zeitung erschien nur einmal in zwei Monaten und ihr Inhalt sowie ihr Preis kulminieren verschiedenartig. Ein grosses Problem war die veraltete Vorbereitung und damit verbundener Zeitanspruch. Jede Seite des Formats A3 wurde auf der Schreibmaschine geschrieben, und die freigelassenen Stellen wurden mit einzelnen Bildern beklebt oder bemalt. Die fertigen "Blätter" brachte man im Mai 1986 in die Druckerei Artypa in Holubov, vom Juni 1986 bis Juni 1992 in die Druckerei Jihoèeské tiskárny (Südböhmische Druckereien) in Èeský Krumlov und später dann, etwa bis Ende des Jahres 1993 in die Druckerei Šumava, ebenfalls in Èeský Krumlov. In der Druckerei wurden die "Blätter" zum Format A4 verkleinert und kopiert. Seit Beginn des Jahres 1994 wurde dieses Verfahren von der Redaktion selbst auf dem Kopierer des Gemeindeamtes in Vyšší Brod durchgeführt.
Mit der Sommernummer Juli – August - September wurde der zweite Versuch , mit der Vorbereitung des Anzeigers mittels eines Computers gestartet. Diesmal machte dem Anzeiger die Stiftung Malá Šumava ein Angebot und man nützte das Computerhinterland der Bewegung Duha (der Regenbogen) in Brno aus. Dadurch änderte sich auch das ganze Arbeitssystem. Durch die Vorbereitung der Vorlagen auf dem Computer entfiel die anspruchsvolle Zusammenstellung des Textes "in Figuren" (Spalten) und es wurde eine neue Alternative für die Durchführung der bisher aufwendigen Korrekturen von Tippfehlern und Fehlern geboten. Einfacher konnte man in den Text auch Bildchen eingliedern. Die Bearbeitung auf dem Computer hat auch die erste Voraussetzung zur größeren Entwicklung der Zeitung geboten. Diese kam gemeinsam mit dem Beginn des Jahres 1996. So trat die Zeitung in ein neues Jahrzeht und das brachte die Redaktion zur Veränderung der Blattgestaltung. Der Anzeiger wurde auf das Format A5 verkleinert, die Anzahl der Seiten wuchs aber an. So wurde die Veränderung des Titelblatts ermöglicht, wo außer der ständigen Bestandteile - Stadtwappen, Name des Blatts, Preis - regelmäßig die Bildchen und der kurze Inhalt des Blatts verändert wurden. Die Zeitungsartikel können auch besser in einzelne Rubriken geteilt werden, es dominierte die Rubrik "Aus unserer Stadt" mit Redaktionsartikeln über das Leben und die Ereignisse in der Stadt. Die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung wurde in eine extra Beilage verlegt, genannt "Hlasatel historický", die von dem
Historischen Verein Vyšší Brod jeden zweiten Monat herausgegeben wurde. Der Redaktionsrat arbeitete in dieser Zeit in folgender Zusammensetzung : Alena Stropková, Jiøí Andrle, Ilona Nevoralová (von der Position der Vizebürgermeisterin der Stadt), Bohuslav Binka (für die Stiftung Malá Šumava). Im Mai 1996 wurde ein Abkommen zwischen der Redaktion und Herrn Tomáš Václavík von der Firma WPS in Vyšší Brod getroffen, der die graphische Seite der Zeitung auf eigener Computerausstattung vorbereitet hat. Zugleich kaufte man einen Computer vom älteren Typ, der die Möglichkeit geboten hatte, die Textversion direkt im Büro der städtischen Kultureinrichtung vorzubereiten, und später dann in einem eigenen Raum, der teils durch Selbsthilfe aus einem anliegenden Badezimmer durch einen Umbau für diese Zwecke zur Verfügung gestellt wurde . Im folgenden Jahr (1997) gab Herr Binka seite Tätigkeit im Redaktionsrat auf und seit August wurde der Anzeiger schon auf einem privaten Computer von der Redaktion selbst vorbereitet.
Die Zeitung Vyšebrodský zpravodaj erzielte in der Zeit ihrer Existenz im Ort eine bedeutende Stellung als Quelle von Informationen und Ereignissen in der Stadt, im Stadtamt, in der örtlichen Kultur, in den gesellschaftlichen, Interessens- und Kultureinrichtungen. Für die Zukunft erwägt die Redaktion die Ausbreitung ihrer Wirksamkeit auch in die umliegenden Gemeinden.
(ja)
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