Das Gewerbe am Fluß
 

 Die Velíšek-Mühle an der Maltsch

Ein attraktiver Weg für Fuß - und Radwanderungen.
Zwischen Freistadt in Oberösterreich und Kaplice in Südböhmen wird langsam ein Weg gebaut, der die Besucher mit der Geschichte des alten Gewerbes an den Flüssen Feldaist und Maltsch bekanntmacht. Der Weg wird mit dem Mühlerad bezeichnet. Zur Zeit ist nötig, den Grenzübergang in Dolní Dvoøištì (Unterheid) zu benutzen.

Die überlieferten schriftlichen Erwähnungen über die Existenz der Wasser-werke an der Maltsch stammen aus dem 18. Jahrhundert. Noch in den 30-er Jahren des 20 Jh. arbeiteten an der Maltsch zwischen Zetwing und ehemaliger Burg Poreschin 13 Mühlen, 5 Hammerwerke und 1 Zwirnerei mit eigenem Wasserwerk. Nach dem 2. Weltkrieg begann das Gewerbe an der Maltsch zurückzugehen. Die letzte Mühle schloß im Jahre 1952 ihren Betrieb ab.

Einige bisher bewahrte Wassergraben und Wasserwehre werden zur Zeit für den Antrieb der kleinen Wasserwerke benutzt. Der Ausgangspunkt des tschechischen Teils des Weges ist die Pfarrkirche in Zetwing, die im Jahre 1384 gegründet wurde. An dem ehemaligen Zollamt südlich von der Kirche vorbei kann man zu den Ruinen zwei Hammerwerke und zu einer Mühle kommen. Weiter führt der Weg über die Wiese und durch den Wald, er folgt die enge Asphaltstraße nach. Unterwegs kann man schöne Blicke in die Umgebung, vor allem auf das Pannorama der Grazener Berge genießen. Das nächste Ort ist Tichá (Oppolz), wo die Ruine der ehemaligen Festung aus dem Anfang des 14. Jh steht.

Wenn man rote touristische Bezeichnung folgt, kann man weiter zu der Kirche Maria Schnee kommen. Auf dieser Stelle wurde Anfang des 17. Jh. bei zwei Steinen eine Kapelle gebaut, die später erweitert wurde. Die Kirche war vor dem 2. Welt-krieg eine der bekanntesten Wallfahrtskirchen in Südböhmen. Weiter führt der Weg nach Rychnov nad Malší (Reichenau an der Maltsch) mit spätgotischer Kirche des heiligen Andreas aus dem 16 Jh.

Von hier aus führt der Weg weiter zu dem Fluss zurück. Jetzt muss man das blaue Zeichen folgen und dem linken Ufer entlang kommt man zu einem Felsen, wo sich die Reste der Burg Louzek erheben. Die Burg entstand im 13. Jh. als eine Wartburg zum Schutz des damaligen Freistadter Handlungsweges.

Der Steindamm der Talsperre aus dem Anfang des 20. Jh. am Fluss Schwarzau

Weiter muß man bis zu dem Ort Ješkov gehen und bei der ehemaligen Mühle auf den rechten Ufer der Maltsch übergehen. Der Stieg führt jetzt durch die Felsen zu der Teresienhammer auf dem Kvìtoòovský- Bach.

Nächstes Ort ist das Schloss Schrötter, wo früher eine Zwirnerei war, die auch die Wasserkraft ausgenützt hat. Zur Zeit dient das Schlösschen als Hotel.

Von hier aus geht man weiter bis zum Kaplice. Unterwegs sind schöne Aussichten auf die rundherum liegenden Gipfel (Schöniger, Poluška und Kohout) zu bewundern.

Unsere Wanderung endet bei der Pfarrkirche der heiligen Peter und Paul, die aus dem 18. Jh. stammt. Die gleich nebenan stehende Kirche des heligen Florian wurde auf den Gründen der romanischen Kapelle gebaut, die der Stadt den Namen gab /die kleine Kapelle = Kaplice/. Auf dem nicht weit entfernten Platz stehen unter anderem das Rathaus aus dem 16. Jh., das im Jahre 1852 umgebaut wurde und der altertümliche Brunnen aus dem 17. Jh.

Das Schlösschen Schrötter - ein Teil der Textilfabrik (Zwirnerei) mit eigenem Wasserkraftwerk



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