Wilhelm gehörte zu den hervorragsten Mitgliedern des Hauses Rosenberg. Sehr früh trat er in das politische Leben ein. Mit 16 Jahren trat er die Verwaltung des Stammvermögens an. Zum Residenzsitz wählte er die Krumauer Burg, die er zum Rennaissanceschloß umbauen ließ. Er beachtete auch die Wirtschaftsentwicklung seiner Herrschaft, in dieser Hinsicht stütze er auf seinen Regenten
Jakub Krèín von Jelèany und Sedlèany. Er war ein toleranten Katholiker, auch wenn er in Krumau den Jesuitenkolleg gründete – in der
Horní Gasse Nr.154. Als Reichsbaron wirkte er im den diplomatischen Dienster des Kaisers Maxmilian II. und des Kaisers
Rudolf II. von Habsburg. Er war insgesamt viermal verheiratet, starb aber kinderlos, und sein Nachfolger wurde
Peter Wok von Rosenberg.